Diodorus Siculus;
Bibliotheca historica,
V,32,7
Obwohl ihre Frauen schön sind, verkehren sie nur wenig mit ihnen; vielmehr sind sie in ungewöhnlicher Weise von Begierde nach der Umarmung männlicher Partner erfüllt. Sie pflegen auf den Fellen wilder Tiere auf dem Boden zu schlafen und sich mit je einem Knabenliebhaber zu beiden Seiten niederzulegen. Das Erstaunlichste aber ist, dass sie keinerlei Sorge um ihre eigene Würde empfinden, sondern ohne Bedenken die Blüte ihres Körpers anderen preisgeben. Dies betrachten sie keineswegs als schändlich; vielmehr gilt es ihnen als entehrend, wenn einer, dem sich jemand nähert, die ihm angebotene Gunst zurückweist.