Der Heidengrabenwall -
keltische Spuren
Was heute wie eine sanfte Erhebung im Gelände erscheint, ist der sichtbare Rest einer gewaltigen Befestigungsanlage aus der späten Keltenzeit. Vor mehr als 2.000 Jahren verlief hier ein Abschnitt der Wallanlage des Heidengrabens, eines der größten keltischen Oppida Europas.
Im Laufe der Jahrhunderte verschwanden die hölzernen und steinernen Bauteile der Befestigung. Erhalten blieb jedoch der Wallkörper selbst, der noch heute als Geländeerhebung die Landschaft prägt. Aus der Höhe lässt sich sein Verlauf besonders gut erkennen. Er zeigt, wie gezielt die Erbauer natürliche Gegebenheiten nutzten, um einen großen Siedlungsraum zu schützen.
Diese Wälle sind damit weit mehr als Bodenformen. Sie sind die letzten unmittelbar erkennbaren Spuren einer bedeutenden spätkeltischen Stadtlandschaft und machen die Größe des Heidengrabens bis heute erfahrbar. Wander- und Spazierwege führen auch auf und an den ehemaligen Wallanlagen vorbei.
Archäologische Erforschung
Die heute sichtbaren Wälle beschäftigten Forscher bereits seit Jahrhunderten. Lange Zeit war unklar, wann die Anlage entstanden war. Im 19. Jahrhundert vermutete man antike Ursprünge, teils wurden die Befestigungen sogar mit den Römern oder der Hallstattzeit in Verbindung gebracht. Erst der Archäologe Friedrich Hertlein erkannte 1905, dass es sich beim Heidengraben um ein keltisches Oppidum der späten Latènezeit handelt.
Seitdem haben zahlreiche archäologische Untersuchungen das Bild des Heidengrabens erweitert. Grabungen an Toranlagen, Wallabschnitten und im Bereich der Elsachstadt liefern bis heute neue Erkenntnisse über Aufbau, Größe und Bedeutung dieser außergewöhnlichen Siedlung.
Im historischen Panorama die Pfostenschlitzmauer entdecken und sehen, wie die Wallanlagen zur Spätlatènezeit aussahen!
Eine Region fördern? Hier könnte Ihr Logo stehen!