Eine digitale Darstellung zeigt das Zangentor einer keltischen Siedlung. Menschen, Fuhrwagen und Ziegen passieren die hölzerne Befestigungsanlage und vermitteln den Alltag im Oppidum Heidengraben.

Zangen­tor G -
Eine Rekon­struktion

Das teilrekonstruierte Tor G bei Erkenbrechtsweiler gehört zu den wichtigsten Orten am Heidengraben, an denen sich die Befestigungsarchitektur des Oppidums heute unmittelbar nachvollziehen lässt. Die Anlage wurde in den 1980er Jahren auf Grundlage archäologischer Befunde teilweise rekonstruiert und 2021 umfassend restauriert.

Anders als beim Zangentor F (direkt hinter dem Heidengrabenzentrum), dessen Befunde im Gelände erhalten und geschützt werden, vermittelt Tor G einen räumlichen Eindruck von der Größe und Wirkung einer keltischen Toranlage. Besucherinnen und Besucher können hier nachvollziehen, wie ein Zugang zum Heidengraben ausgesehen und gewirkt haben könnte.
Die heutige Anlage zeigt jedoch keine vollständige Rekonstruktion. Sie ist eine wissenschaftlich begründete Annäherung an die archäologischen Befunde. Rekonstruiert wurden ausgewählte Elemente der Torarchitektur sowie Abschnitte der anschließenden Pfostenschlitzmauer, um die ursprüngliche Struktur im Gelände sichtbar zu machen. Gerade darin liegt ihr besonderer Wert: Sie macht nachvollziehbar, was im Boden sonst nur als archäologischer Befund erhalten ist.

Die Anlage wurde durch die Initiative F.A.K.T. (Förderverein für Archäologie, Kultur und Tourismus) begleitet und zusätzlich digital dokumentiert. Moderne 3D-Aufnahmen und digitale Vermittlungsangebote ergänzen die Rekonstruktion und verbinden Forschung, Denkmalpflege und öffentliche Vermittlung.
Tor G schlägt damit eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Es verbindet die virtuelle Rekonstruktion mit der archäologischen Landschaft von heute und macht einen wichtigen Zugang zum Heidengraben wieder erfahrbar.


Hier könnte Ihr Logo stehen.