Eine Luftaufnahme zeigt den Ort Hülben mit roten Ziegeldächern, umgeben von landwirtschaftlichen Flächen, Wäldern und den Hügeln der Schwäbischen Alb.

Hülben

Hülben liegt auf rund 700 Metern Höhe auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb oberhalb von Bad Urach. Die Landschaft ist offen und weitläufig, geprägt von Feldern, Wiesen und den charakteristischen Formen des Karstgebiets. Die erhöhte Lage ermöglicht weite Ausblicke über die Albhochfläche.

Der Ortsname geht auf die sogenannten Hülen zurück. Dabei handelt es sich um künstlich angelegte oder gefasste Wasserstellen, die in der wasserarmen Karstlandschaft eine wichtige Rolle spielten. Da Oberflächengewässer selten sind und Niederschläge rasch im Untergrund versickern, wurden solche Hülen über Jahrhunderte gezielt zur Wasserversorgung von Mensch und Tier angelegt. Einzelne dieser historischen Anlagen sind im Ort und auf der Gemarkung noch erhalten.

Die wirtschaftliche Struktur Hülbens ist durch eine Mischung aus landwirtschaftlicher Nutzung, leistungsfähigen mittelständischen Betrieben sowie einer starken genossenschaftlichen Organisation geprägt. Neben Handwerk und Gewerbe spielen insbesondere regional verankerte Genossenschaften eine wichtige Rolle für die wirtschaftliche Stabilität des Ortes. Durch die Nähe zu Bad Urach und zur Region Neckar-Alb ist Hülben zudem in überörtliche Arbeits- und Wirtschaftsbeziehungen eingebunden.

Auch Hülben gehört zum Gebiet des keltischen Heidengrabens. Wallanlagen und Geländestrukturen dieser spätkeltischen Großsiedlung verlaufen teilweise auf Hülbener Gemarkung und verdeutlichen die historische Bedeutung des Raumes.
Im Bereich der sogenannten Hülbener Halbinsel, wo sich heute unter anderem der Segelflugplatz befindet, zeigen sich markante Bodenstrukturen. Teile dieses Geländes sind archäologisch noch nicht vollständig erforscht und weisen auf weiteres wissenschaftliches Potenzial hin.Zudem wurde im Ort eine Tropfsteinhöhle entdeckt, die zu bestimmten Anlässen fachkundig begleitet besichtigt werden kann.

Hülben verbindet damit Albhochfläche, historische Wasserwirtschaft und archäologische Spuren zu einem klar erkennbaren eigenständigen Profil.

Mehr zur Gemeinde unter www.huelben.de

Gemeinsam stark: Region am Heidengraben

Die Gemeinden Erkenbrechtsweiler, Grabenstetten und Hülben haben sich im Zweckverband Region am Heidengraben zusammengeschlossen, um die Entwicklung des gemeinsamen Kultur- und Naturraums koordiniert zu gestalten.
Ziel der interkommunalen Zusammenarbeit ist es, die außergewöhnliche keltische Siedlungslandschaft und die charakteristische Albhochfläche nachhaltig zu sichern und zugleich behutsam touristisch weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei Besucherlenkung, Denkmalpflege, Naturraumschutz sowie die Stärkung regionaler Identität und Wertschöpfung.
Mit dem Heidengrabenzentrum verfügt die Region über eine zentrale Informations- und Vermittlungseinrichtung, die Forschung, Bildung und Tourismus miteinander verbindet. Es fungiert als gemeinsames Projekt aller drei Kommunen und steht exemplarisch für eine zukunftsorientierte Regionalentwicklung über Gemeindegrenzen hinweg.